Style&Stil: Christina Wille von Loveco

Im Herbst 2014 machte Christina endlich ihren Traum wahr: Sie eröffnete ihren eigenen Laden „Loveco“ mit 100 Prozent ökologischer, fairer und veganer Mode. Und seit diesem Jahr auch mit eigenem Onlineshop. Und vom 13. bis 23. Dezember sogar mit einem Christmas Pop Up Store in Berlin Kreuzberg. Im Style&Stil Fragebogen erfahrt ihr, was sie nicht mehr auf den Straßen sehen will und warum Mode nicht oberflächlich ist.

Dein eigener Stil in einem Satz?

Meist casual. Aber auch mal casual chic, wenn mir gerade danach ist.

Der Laden, in dem du immer etwas findest?

Den habe ich selbst eröffnet, damit ich immer etwas finde. 😉 LOVECO. Ich stöbere aber auch für mein Leben gern bei Möon oder Glore.

Was fehlt dir bei veganer Mode definitiv noch?

SCHUHE!!! Gern mehr aus innovativen Materialien wie nachwachsenden Rohstoffen.

Kunstpelz – ja oder nein?

Nein. Nie. Es erzeugt das Statement, dass es ein Must-have ist. Und wer nicht weiß, dass es sich um Kunstpelz handelt, der denkt, es sei unerlässlich, Pelz zu tragen.

Deine persönliche Stil-Ikone?

Hatte ich ehrlich gesagt noch nie. Ich habe mich immer schon von anderen Menschen auf der Straße inspirieren lassen. Manchmal auch im Theater oder im Film.

Das absolute, immer-gültige Fashion No-Go?

UGG-Boots. Outdoor-Sandalen. Crocs. Bequemlichkeit kann nicht immer das Argument sein…

Gibt es ein „zu alt” für gewisse Trends oder Teile?

Leggings mit zu kurzen Oberteilen sieht irgendwann nicht mehr sexy aus. Sonst bin ich aber definitiv für: Trage, wozu immer Du Lust hast!

Was würdest Du gerne mehr auf den Straßen sehen?

Mehr Fair Fashion. Außerdem Menschen, die durch individuellen, eigenen, trendunabhängigen Style ihre Persönlichkeit unterstreichen. (Dafür muss man natürlich eine Persönlichkeit haben.)

Und was weniger?

Primark-Tüten.

Hip aussehen, ohne bemüht zu wirken – geht das?

Ja. So lange man sich nicht in Berlin-Mitte aufhält. Da wirken immer alle sehr bemüht.

Menschen, die sich für Mode interessieren, wird oft Oberflächlichkeit vorgeworfen. Was sagst du dazu?

Sich für Mode zu interessieren ist nicht oberflächlich. Mode ist ein großer Teil der jeweiligen Kultur und damit Identität einer Person. Was mir aber wichtig ist: Sie darf nicht auf der Ausbeutung von Mensch, Tier oder Umwelt beruhen. Das passiert leider noch viel zu häufig.

Wie viel Prozent des Kleiderschranks sollten bunt sein?

20.

Was ist outfitmäßig „eine sichere Bank” beim ersten Date?

Ganz wichtig: Lieblingsteile wählen. Wer sich unwohl in seinem Outfit fühlt, kommt nicht natürlich rüber. Den Fehler macht man nur einmal.

Under- oder Overdressed auf die Party, bei der man niemanden kennt?

Definitiv overdressed! Aber nicht übertreiben. Man will ja nicht alle abschrecken.

Das perfekte Outfit, wenn man ultra-verkatert mit den Öffentlichen durch die halbe Stadt fahren muss?

Jogginghose, Sneaker, Hoody. Obwohl das auch unverkatert ganz gut geht.

Foto Jenny Pätzolt

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