Wie süß! Zuckeralternativen zum Backen und Co.

Wenn die Frage nach Zuckeralternativen aufkommt, ist eine Diskussion quasi vorprogrammiert. Die einen schwören auf Stevia, die anderen können sich von Ahornsirup oder Agavendicksaft nicht lossagen. Jeder weiß es besser, Hauptsache der raffinierte Zucker ist vom Tisch. Klar, die Kalorienarmut von den momentan angesagten Süßstoffen ist überzeugend, aber wie kann man sie geschmacklich sinnvoll einsetzen? Statt Verzicht oder Ausweichmöglichkeiten gibt es leckere Alternativen. Schließlich kommt der Winter und damit auch die Backzeit. Wir haben die süßesten Mittelchen zusammengestellt, die euch für eure Weihnachtsplätzchen auf einen neuen Geschmack bringen.

Kokosblütenzucker
Statt raffinierten Zucker verspricht die Kokosblüte raffiniertes Backen. Der aus dem Blütennektar der Kokospalme gewonnene Zucker hat weniger Kalorien als die herkömmliche Variante und einen geringen glykämischen Wert, wodurch er für den Blutzuckerspiegel gesünder ist. Er eignet sich besonders gut zum Kochen oder Backen, da er im Mengenverhältnis eins zu eins wie normaler Zucker verwendet werden kann. Und Überraschung: Kokosblütenzucker schmeckt gar nicht nach Kokos, sondern gibt den Plätzchen eine karamellierte Note. Leider muss man sich vor dem Kauf informieren, ob die Herstellung nachhaltig ist oder der Zucker gestreckt wurde, da unethische Produktionen bei Kokoswaren nach wie vor an der Tagesordnung sind.
Wo gibt’s das? In ausgewählten Supermärkten, bei DM oder im Reformhaus, zB von Nusweet, 300g um 7€

Apfeldicksaft
Apfeldicksaft wird durch das Erhitzen von Apfelsaft gewonnen und hat eine sirupartige Konsistenz. Er ist nicht ganz so süß wie Zucker und behält ein süßsaures Apfelaroma, die den Keksen einen würzigen Geschmack gibt. Apfeldicksaft hat weniger Kalorien und die Mineralstoffe der Frucht bleiben erhalten. Außerdem ist er durch die einfache und regionale Herstellung nachhaltig. Beim Backen müsst ihr allerdings daran denken, dass der Apfeldicksaft einen höheren Feuchtigkeitsanteil besitzt als Zucker, der dann an anderer Stelle reduziert werden muss.
Wo gibt’s das? Im Supermarkt, Reformhaus, bei DM und manchmal auch beim Bauern im nächsten Dorf. Alternativ könnt ihr ihn aus Apfelsaft selber machen.

Datteln (Trockenfrüchte)
Um den Keksen eine orientalische Note zu verleihen, können Sie den Zucker mit einer Dattelpaste tauschen. Einfach die Datteln in den Mixer werfen und anschließend nach Geschmack zum Teig hinzugeben. Datteln sind reich an Ballaststoffen und enthalten eine natürliche Süße, wobei der glykämische Wert ähnlich hoch wie von Zucker ist. Dafür ist die Frucht ein wahrer Energielieferant und leicht verdaulich. Wer keine Datteln mag, kann auch andere Trockenfrüchte wie Rosinen, Aprikosen oder Pflaumen verwenden. Aber Vorsicht: Oft sind die abgepackten Früchte mit Zucker gesüßt.
Wo gibt’s das? Datteln gibt es in fast allen Supermärkten und Drogerien. In Bio-Qualität gibt es zB Sekem Dattelsirup, 220g um 5€.

Yaconsirup
Der Yaconsirup ist die gesündeste Alternative zum herkömmlichen Zucker. Die Pflanze kommt aus Peru und wird in Südamerika als Boden-Apfel bezeichnet. Selbst nach der Verarbeitung ist Yacon kalorienarm, fördert die Darmfunktion und regt das Immunsystem an. Auch der glykämische Index ist sehr niedrig und die Pflanze soll sogar beim Abnehmen helfen. Geschmacklich erinnert der Sirup an Honig oder Karamell. Yacon sollte nur in geringen Mengen verzehrt werden, mit der Zeit könnt ihr es langsam steigern. Außerdem darf der Sirup nicht über 120° Celsius erhitzt werden, daher eignet er sich für die Plätzchen eher als Süßstoff nach dem Backen. Beim Kauf sollten Sie darauf achten, dass der Yaconsirup biologisch angebaut ist, roh verarbeitet wurde und keine Zusätze enthält.
Wo gibt’s das? Momentan kann der Sirup nur im Internet bestellt werden, zB von nu3, 250 g um 15€.

Text Louisa Markus
Bild justinekeptcalmandwentvegan.com

 

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